Influenza

Das Krankheitsbild der Influenza

Die saisonale Influenza gehört zu den folgenschwersten Infektionskrankheiten und wird durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen.

Nach einer Inkubationszeit von ein bis vier Tagen beginnt die Erkrankung plötzlich mit Abgeschlagenheit, hohem Fieber, Gelenkschmerzen und trockenem Husten. Während der Inkubationszeit vermehren sich die Viren im Respirationstrakt, schädigen die Schleimhaut der Atemwege und mindern die Abwehrkräfte. Der Körper wird dadurch anfällig für gefährliche Komplikationen, wie z. B. eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung. Das Fieber dauert drei bis vier Tage an. Ein neuerlicher Fieberanstieg um den dritten Tag deutet auf eine zusätzliche bakterielle Infektion hin.

Eine Influenza dauert 7-14 Tage. Nach überstandener Erkrankung bleibt über Wochen eine allgemeine Leistungsschwäche bestehen.

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Das Influenza-Virus

Influenza-Viren werden auf der Basis von Ribonukleinproteinen in die Typen A, B und C unterteilt. Typ B und C kommen vor allem beim Menschen vor, während der Typ A zusätzlich bei Tieren wie Schweinen, Pferden und vielen Vogelarten vorkommt. Influenza A Viren werden nach den serologischen Unterschieden ihrer Oberflächenproteine Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N) in Subtypen klassifiziert. Diese Oberflächenproteine ermöglichen dem Virus das Andocken an vorhandene Rezeptoren auf der Oberfläche der Wirtszelle, um die Viren-Erbinformation in die Zelle einzuschleusen.

Die hohe Mutagenität der Influenza-Viren ist der Grund für die alljährliche Grippe-Epidemie. Die Oberflächenproteine Hämagglutinin und Neuraminidase können von den Viren umgebaut werden und treten daher immer wieder als neue Virusvarianten in Erscheinung. Daher werden sie vom Immunsystem nicht wiedererkannt.

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Influenza-Prophylaxe

Die Impfung ist der wirksamste Schutz, der derzeit gegen die saisonale Influenza zur Verfügung steht. Die Impfung schützt aufgrund der hohen Variabilität der Influenza-Viren nur für eine Grippesaison und sollte jährlich wiederholt werden.

Baxter vertreibt mit dem Impfstoff Inflexal V einen virosomal verstärkten Influenza-Impfstoff für alle Altersgruppen (ab dem vollendeten 6. Lebensmonat).

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Wirksamkeit und Verträglichkeit der Influenza-Impfung

Die Wirksamkeit der jährlichen Influenza-Impfung hängt davon ab, wie gut die im Impfstoff enthaltenen Antigene mit den zirkulierenden Influenza-Viren übereinstimmen: Je höher die Übereinstimmung, desto zuverlässiger ist der Schutz.

Impfstoffe gehören zu den am stärksten kontrollierten Arzneimitteln überhaupt. Die Verträglichkeit der Influenza-Impfstoffe hat sich europaweit in millionenfacher Anwendung bewährt. Mögliche Nebenwirkungen sind lokale Reaktionen an der Einstichstelle und systemische Reaktionen wie Abgeschlagenheit oder leichtes Fieber.

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Moderne Impfstoffproduktion

Baxter hat für die Herstellung seiner Influenza-Impfstoffe ein Verfahren entwickelt, das kürzere und flexiblere Produktionszyklen erlaubt als die herkömmlichen Herstellungsmethoden auf Basis von Hühnereiern: die Baxter-eigene Verozelltechnologie.

Bei traditionellen Produktionsverfahren werden Impfstoffe aus Viren hergestellt, die in bebrüteten Hühnereiern vermehrt werden. Millionen von Eiern müssen dabei unter anderem äußerlich desinfiziert, durchleuchtet, mit dem Virus beimpft und mehrere Tage inkubiert werden. Da normalerweise nicht die Originalviren, sondern Reassortanten zur Impfstoffproduktion verwendet werden, dauert dieser Prozess etwa 22 Wochen. Im Gegensatz dazu benötigt die Impfstoff-Produktion mit dem Verozellverfahren nur rund 12 Wochen. Da die Produktion von Impfstoffen auf Basis von Verozellen nicht von der Verfügbarkeit von Eiern oder Reassortanten abhängig ist, kann mit der Produktion unmittelbar nach der Identifikation und dem Erhalt der von der WHO empfohlenen Virenstämme begonnen werden. Neu auftauchende Influenzaviren, vor allem pandemische, können daher sofort nach Erhalt in Produktion gehen.